Freude und Nachfolge

Ich freue mich, dich zu sehen.

Wenn wir beim Wiedersehen mit anderen keine Freude mehr empfinden,   läuft irgendetwas schief im Leben. Ist die Freude nicht etwas, was das Leben lebenswert macht?

Um Christus nachzufolgen,  müssen wir nicht unbedingt Priester oder Streetworker werden. Sein wichtigstes Anliegen ist die Nächstenliebe: Das  heißt konkret, alle Menschen – auch uns selbst! – zu schätzen und dies im alltäglichen Leben sichtbar zu machen durch unser Tun.  Das ist keine Pflichterfüllung, sondern entspringt aus der Freude über Gottes Liebe zu uns.

Das ist unsere Mission,
unsere Berufung,
unser Lebenssinn.

Wir erkennen jedes Mal, dass wir auf dem rechten Pfad sind:  durch Zuneigung,  Liebe, Freude, wohltuenden Frieden oder angenehme Freiheit. In uns bei unserem Tun. Und in vielen Begegnungen.

Das bringt ein Stück mehr Gottes Himmelreich auf Erden. Denn er ist die Liebe selbst und somit auch unsere Freude, unser Frieden und unsere Freiheit, die wir leben, weitergeben und annehmen sollen.

Dies zu leben, ist in fast allen Berufungen und Berufen möglich.

Wir können uns freuen, den anderen zu sehen. Und das auch gegenseitig zeigen.

Busfahrer und Fahrgast.

Bäcker und Kunde.

Chef und seine Mitarbeiter.

Lehrer und Schüler.

Ich freue mich, dich zu sehen.

Immer dann, wenn wir dies nicht zumindest in einer leisen, unauffälligen Weise als eine Art von Frieden,  Freude, Freiheit oder Zuneigung spüren, sind wir vom Weg abgekommen und suchen wieder neu unseren Weg und Sinn. Und die Art und Weise, wie wir diesen Auftrag umsetzen können.

Aber das Leben ist doch nicht Friede, Freude, Eierkuchen! Niemand begegnet allen immer freundlich. Das ist doch nicht möglich!

Ja, es ist nicht möglich immer glücklich oder zufrieden  zu sein
und dies in jeder Begegnung weiter zu geben, aber wir sind beauftragt, es zu  versuchen und je öfter wir es versuchen, desto
mehr sind wir  auf dem rechten Pfad und folgen dem Herrn.

Jesus sagt uns, sein Joch ist leicht.

Das dürfen wir immer wieder erleben.

Zum Beispiel in der Freude, den anderen zu sehen.

 

 

nach Gedanken  von Bruder Stefan

Gespräche

Mit wem sprichst du am meisten?

Wir sprechen. Mit unseren Arbeitskollegen. Mit unserer Familie. Mit unseren Freunden.
Mit unseren Bekannten mit gemeinsamen Interessen. Mit allen, von denen wir etwas kaufen. Mit uns selbst in Gedanken.
Mit Gott.

Mit wem sprichst du am meisten, mit wem sprichst du am wenigsten? Ist dieses Verhältnis für dich richtig?
Erfüllt es dein Leben?
Wie sprichst du mit anderen? Wie begegnest du ihnen? Kannst du wirklich  (für sie) da sein? Im richtigen Moment schweigen und zuhören?

Mit wem solltest du weniger sprechen,
mit wem mehr,
mit wem freundlicher, respektvoller, vertrauensvoller oder wertschätzender?

Wen siehst du im anderen? In wessen Augen erkennst du deinen Herrn und Bruder?

 

nach  Gedanken von Bruder Stefan