Meditation zum Sonnengesang – Teil 4

Gelobt seist du, mein Herr, für Schwester Wasser.
Sehr nützlich ist sie und demütig und kostbar und keusch.

Erst wenn man etwas verliert, wird bewusst, welchen Stellenwert es im Leben wirklich hat. Franziskus hat die Gabe, die kleinen Dinge, die doch so große Bedeutung haben, mit seinem ganzen Sein zu lieben und für sie zu danken. Für was danken wir heute? Für Erfolg? Gesundheit? Einen Menschen, der uns besucht und uns Gesellschaft leistet? Aber für Wasser? Wasser, aus dem wir größtenteils bestehen. Auf das wir täglich angewiesen sind, ohne dass wir es realisieren. Das eine ungeheure Kraft hat, um Leben zu ermöglichen, aber auch zu vernichten. Die Urflut. Die Arche Noah. Das Wasser, um das Jesus die Samariterin bittet. Und das er am Ende selbst für jeden für uns ist. Wasser, das rein wäscht.

Geschöpft aus dem Brunnen, der sowohl im Alten wie auch im Neuen Testament den Blick öffnet auf eine neue Zukunft.

Gelobt seist du, mein Herr, für Bruder Feuer,
durch den du die Nacht erhellst.
Und schön ist er und fröhlich und kraftvoll und stark.

Man kann so pragmatisch und nüchtern sein, wie man will, Feuer übt eine Faszination aus. Es ist mehr als eine chemische Reaktion. In der Bibel ist im Zeichen des Feuers Gott präsent und wirksam. Der brennende Dornbusch. Die Feuersäule. Das Licht, das die Dunkelheit erleuchtet, im Weihnachts- und Ostergeheimnis. Ja, Gott zeigt seine Macht und Stärke. Aber nicht, um zu dominieren. Sondern um uns zu befreien.

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